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Daten
Die Eichendorffschule in Moers ist eine zweieinhalbzügige Grundschule mit gegenwärtig 253 Schülern, davon ca. 23% Kinder mit Migrationshintergrund. Zurzeit arbeiten 12 Kolleginnen, ein Kollege und zwei Integrationshelferinnen sowie ein Integrationshelfer an der Schule.
Individuelle Förderung in den Kompetenzbereichen
Die Eichendorffschule stellt sich dem Anspruch, die verschiedenen Kompetenzbereiche ihrer Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Individuelle Förderung heißt, die unterschiedlichen Begabungen der Kinder zu erkennen und jedem Kind dabei zu helfen, sein Begabungspotential so weit wie möglich auszuschöpfen.
Dafür muss die Schule die unterschiedlichen Schwerpunkte ihrer Entwicklungsarbeit im Blick haben und immer wieder neu überdenken, aktualisieren und erweitern. Wir unterscheiden folgende Kompetenzbereiche:
  • sprachliche Kompetenz
  • mathematische Kompetenz
  • naturwissenschaftlich/technische Kompetenz
  • musisch-kreative Kompetenz
  • sozial-emotionale Kompetenz
  • körperbezogene Kompetenz (Sport/Gesundheit)
  • methodische Kompetenz, Selbsteinschätzung
  • Medienkompetenz (Umgang mit Medien)
Zur Förderung der Schüler in diesen Kompetenzbereichen haben wir an unserer Schule zurzeit die folgenden Einrichtungen, Vereinbarungen und Gewohnheiten:
Förderung sprachlicher Kompetenzen
  • Lesen und Schreiben lernen nach dem Spracherfahrungsansatz und mit Unterstützung der Materialien nach Sommer-Stumpenhorst
  • regelmäßige Lesezeiten in den Klassen, Dokumentation eigenen Lesens mit dem Lesetagebuch
  • schuleigene Bücherei mit täglicher Ausleihzeit
  • Unterstützung des Sinn entnehmenden Lesens mit dem „Antolin“-Programm
  • regelmäßige Klassenlektüren
  • Kooperation mit der Zentralbibliothek in Moers
  • Teilnahme an Lesewettbewerben
  • Autorenlesungen
  • besondere Projekte „Rund ums Buch“
  • Zeitungsprojekte
  • zusätzliche Förderung der Kinder mit Migrationshintergrund oder mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben
  • Schreibprojekte – Freies Schreiben (Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen)
  • Verwendung eines Sprachbuchs in den 3. und 4. Klassen
Förderung mathematischer Kompetenzen
  • materialgestützter Unterricht zum Erwerb des Zahlraumverständnisses und geometrischer Erfahrungen
  • Teilnahme an Wettbewerben (Mathe-Olympiade, Känguru der Mathematik)
  • Mathe-Werkstatt: Materialien zum Bereich Arithmetik, Geometrie und Sachrechnen in jeder Klasse
  • nach Möglichkeit eine Wochenstunde Geometrie vom Fachlehrer
  • Förderung von Kindern mit besonderen Schwierigkeiten bei der Zahlenraumerfassung (Basiskurs Mathematik)
  • Angebote für lernstärkere Kinder
  • Angebote von Knobelaufgaben
  • Zurzeit in Erprobung: Online-Programm „Mathepirat“
Förderung naturwissenschaftlich-technischer Kompetenzen
  • Anschaffung und Nutzung von Experimentierkästen für naturwissenschaftliche Phänomene
  • Teilnahme an dem Projekt „Mädchen wählen Technik“ (Anschaffung von Technik-Baukästen ab Klasse 1)
  • Werkstattarbeit und Projekte zu naturwissenschaftlichen Themen
  • Experimente in der Klasse
  • geplant: Ausbau eines Raumes für den Bereich Technik/Werken
Förderung musisch-kreativer Kompetenzen
  • Musical/Tanz-AG
  • Theater-Workshops
  • Zusammenarbeit mit der Moerser Musikschule (JEKI)
  • Neuanschaffung von Musikinstrumenten und verstärkte Nutzung der Aula als Musikraum
  • Chor
Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen
  • Schulordnung als Grundlage einer Gemeinsamkeit
  • Klassenrat/Kinderrat/Klassenversammlung oder Gesprächsrunden zur Lösung von Konflikten
  • Klassensprecher/in in den Klassen
  • Erziehung zur Verantwortung: Klassendienste
  • konfessionsgebundener Religionsunterricht
  • gemeinsame Schulgottesdienste
  • Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden
  • gemeinsame Feste und Feiern (Weihnachten, Karneval, …)
  • Zirkusprojekt in vierjährigem Rhythmus
  • Präventionsprojekt gegen sexuellen Missbrauch "Mein Körper gehört mir" in Klasse 3 oder 4
  • jährliche Spendenaktionen
Förderung eines Gesundheitsbewusstseins (Sport/Ernährung)
  • bewegte Pause: Bewegungszonen und Klettergeräte auf dem Schulhof, kleine Pausenspielgeräte für alle Klassen
  • in den Unterricht integrierte Bewegungspausen
  • 3 wöchentliche Sportstunden in allen Klassen
  • Sport-Arbeitsgemeinschaften
  • gesundes Schulfrühstück
  • regelmäßige Projekte zu den Themen "Gesunde Ernährung"
  • aid-Ernährungsführerschein in Klasse 3 oder 4
  • Spiel- und Sportfeste mit gesunden Pausensnacks (Obst- und Gemüsestücke, die für die Kinder bereit gestellt werden.)
  • Wanderung anlässlich des Weltkindertages mit gesunder Rucksackverpflegung
  • Teilnahme am Projekt "Gesunde Kinder in gesunden Kommunen" (GKGK) mit zusätzlichen Sportstunden für die ersten Klassen
Förderung der Medienkompetenz
  • regelmäßiger Unterricht im Computerraum bzw. Nutzung der klasseneigenen PCs
  • Umgang mit Lernprogrammen (Lernwerkstatt)
  • Internetrecherche (geschützt durch Internetfilter „time for kids“)
  • Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen
  • Nutzung von „Antolin“ und „Mathepirat“
Förderung eigenverantwortlichen Lernens
  • Förderung der Selbstständigkeit durch die Arbeit mit Tages- oder Wochenplänen
  • Sprechtage unter Einbezug der Kinder
  • Kinder als Experten: Expertenarbeit und Expertenvorträge
  • Lernentwicklungsgespräche und individuelle Lernberatung der Kinder
  • Führen eines Lerntagebuchs ab Klasse 3
  • Anleitung zur Selbsteinschätzung und Selbstreflexion
  • Förderung des selbstständigen Lernens durch den „Studientag“ am Mittwoch
Umsetzung im Unterricht
Offener Unterrichtsbeginn
In allen Klassen startet jeder Schultag mit einem offenen Unterrichtsbeginn. In der Zeit von 7:50 Uhr bis 8:15 Uhr kommen die Kinder in die Klasse. Nach der Begrüßung beginnen sie mit einer Arbeit: Eine Aufgabe vom Vortag wird beendet bzw. weiter bearbeitet. Brett- oder Knobelspiele, Aufgaben aus dem Bereich Geometrie, Bücher und Lesehefte aus der Klassenbücherei sind weitere Angebote für den Anfang des Schultages. Diese Zeit wird auch intensiv für Einzel- oder Kleingruppenförderung genutzt.
Rhythmisierung des Schultages
Der Schultag an der Eichendorrfschule ist rhythmisiert. Nach dem offenen Anfang beginnt die allgemeine Lernzeit nach Tages- oder Wochenplan. Die ersten beiden Stunden werden fast immer von der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer erteilt. Das gemeinsame Frühstück beendet den ersten Teil des Schultages. Danach schließt sich die erste große Hofpause an. Die zweite große Hofpause erfolgt nach der vierten Schulstunde. Je nach Bedarf können kürzere Bewegungs-, Spiel- und Entspannungspausen während der beiden großen Arbeitsblöcke eingelegt werden. Besonders in der Schuleingangsphase ist der Unterricht vorwiegend fächerübergreifend gestaltet. Das entspricht dem ganzheitlichen Lernen der Kinder in dieser Altersstufe. In den Klassen drei und vier wird verstärkt Fachunterricht erteilt.
Unterrichtsformen
Lernen geschieht an unserer Schule sowohl in offenen Unterrichtsformen, die die Selbstständigkeit - das "selbst aktiv werden" - der Kinder fördern, als auch in eher lehrerzentrierten Formen. Beide Unterrichtsformen stehen in einem ausgewogenen Verhältnis.
Lehrerrolle
Die Rolle der Lehrerin oder des Lehrers verstehen wir in vielfältiger Form. In offenen Unterrichtsphasen ist der Lehrer Begleiter beim Lernen. Er gestaltet Situationen, in denen Kinder zum selbstständigen Forschen und Entdecken herausgefordert werden. Dabei wird berücksichtigt, dass Lernen auf vielen verschiedenen Wegen geschieht, mehrkanalig ist und dass unterschiedliche Lerntypen in der Klasse oder Lerngruppe sind. Darüber hinaus gibt er einzelnen Kindern gezielt Hilfestellungen bei ihren Bemühungen, einen Sachverhalt zu verstehen. Er würdigt ihre Lernfortschritte und leitet die Kinder zur Darstellung von Lernergebnissen sowie zur Selbstreflexion an. Der Lehrer moderiert also Lernprozesse.
Reflexionskompetenz
Schreibkonferenzen, Rechenkonferenzen und stundenbezogene Reflexionsphasen bieten den Kindern Möglichkeiten, über ihren Lern- und Arbeitsprozess nachzudenken und darüber zu berichten. Sie reflektieren über ihre Lernerfolge hinsichtlich der gesetzten Ziele, erkennen auftretende Schwierigkeiten und suchen selbst oder mit Hilfe von anderen nach passenden Lösungsmöglichkeiten für diese Probleme. Die Arbeit mit Portfolios und Lerntagebüchern unterstützt diese Reflexionsprozesse.
Soziale und emotionale Kompetenz
Um Erfolg zu haben, reicht Bildung allein nicht aus. Erst wesentliche menschliche Kompetenzen wie Selbsterkenntnis, Selbstbeherrschung, Empathie, die Fähigkeiten des aktiven Zuhörens, der Konfliktlösung und der Kooperation ermöglichen die Integration des erarbeiteten Wissens in eine soziale Gemeinschaft. Herz und Verstand müssen eine Einheit bilden. Um die Sozialkompetenz und damit die Teamfähigkeit der Kinder zu fördern, nutzen wir Methoden des kooperativen Lernens, entwickeln gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern verbindliche Klassen- und Kommunikationsregeln, fördern eine Gesprächs- und Streitkultur, vermitteln Fertigkeiten der nonverbalen Kommunikation, bauen das Helfer-und Dienstsystem aus und ermöglichen den Aufbau eines vielfältigen Beziehungsgeflechts (Netzwerk) innerhalb der Klasse oder der Schule. Dabei muss jedes Kind im Rahmen seiner Möglichkeiten ein hohes Maß an persönlicher Verantwortung übernehmen. Grundlage des gemeinsamen Lebens und Lernens an der Eichendorffschule ist die für alle verbindliche Schulordnung.
Stand: Dezember 2011
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. Dezember 2011 um 20:14 Uhr